AK Ehemalige Synagoge Pfungstadt e.V.

5. Januar 2012

NELLY SACHS UND SELMA MEERBAUM-EISINGER

 Arbeitskreis ehemalige Synagoge Pfungstadt e.V.

in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Arbeitskreis Prävention (KAPP)

 

Zum Tag der Befreiung von Auschwitz

HERZKEIME

Ein Abend zwischen den Welten zweier Frauen 

 

GEDICHTE VON NELLY SACHS UND

 

VERTONUNGEN VON GEDICHTEN VON

 

SELMA MEERBAUM-EISINGER

SE

Gesang und Rezitation: MARTINA ROTH

Bewegtbild, Komposition und Gitarre: JOHANNES CONEN

bbt bewegtbildtheater

 

Herzkeime

ein poetischer Abend 
ein Abstecher in die Welt des Liedes und der Lyrik
ein leiser Abend mit Schauspiel, Gesang und Bewegtbild

„… nur eine Stimme, ein Seufzer für die, die lauschen wollen…“ ( Nelly Sachs )

MEERBAUM - EISINGER 

Samstag, 28.1.2012 um  19.00 Uhr

Synagoge Pfungstadt, Hillgasse 8

Eintritt frei

 

Kontakt: Renate Dreesen,1.Vorsitzende, Adam-Schwinn-Str. 49, 64319 Pfungstadt

www.synagoge-pfungstadt.de

Spendenkonto: Sparkasse Darmstadt BLZ 508 501 50  Konto 50003191

 

 

 

Selma Meerbaum-Eisinger

Selma Meerbaum-Eisinger (* 15. August 1924 in Czernowitz, Bukowina; † 16. Dezember 1942 im Arbeitslager Michailowka in der Ukraine) war eine deutschsprachige Dichterin, die als verfolgte Jüdin achtzehnjährig starb. Ihr Werk wird mittlerweile zur Weltliteratur gezählt.

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Jugend musiziert in der Synagoge 2012

Abgelegt unter: Aktuelles, Konzerte


Jugend musiziert in der Synagoge 2012

 

Es spielen:

Vanessa Spörl und Tim Ortkamp

 

Schüler der Klarinettenklasse von Irith Gabriely

 

Sonntag, 8.1.2012 Beginn: 17.00 Uhr Pfungstadt, Synagoge, Hillgasse 8

Kontakt: Renate Dreesen,1.Vorsitzende, Adam-Schwinn-Str. 49, 64319 Pfungstadt, Tel/Fax 06157/84470 rdreesen@gmx.net www.synagoge-pfungstadt.de

Spendenkonto: Sparkasse Darmstadt BLZ 508 501 50 Konto 50003191

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9. Oktober 2011

Mitten im Sturm

Abgelegt unter: Aktuelles

Arbeitskreis ehemalige Synagoge Pfungstadt e.V.

„Mitten im Sturm“ Antonia Axenova

Saalbaukino in Pfungstadt 25. November 2011 um 19.00 Uhr

Am Freitag, 25. November 2011 um 19 Uhr wird das Saalbaukino in Pfungstadt im Anschluss an die Vorstellung von „Mitten im Sturm“, die Schauspielerin Antonia Axenova begrüßen. Übersetzung: Inga Walther

Antonia Axenova ist die Adoptivtochter der sowjetischen Historikerin und Schriftstellerin Jewgenija Ginsburg. Beide lernten sich während Ginsburgs zehnjähriger Zwangshaft im sibirischen Gulag kennen. Jewgenija Ginsburgs Memoiren wurden von Marleen Gorris unter dem Titel „Mitten im Sturm“ verfilmt und geben uns nun die Möglichkeit, diese eindrucksvolle und tief berührende Geschichte endlich auf der Leinwand zu sehen. Wir freuen uns auf die Begegnung mit einer Zeugin dieser Geschichte!

1937 erfüllen begeisterte Hymnen auf Russland die Hörsäle der Universität von Kasan. Eugenia Ginzburg leitet energisch und leidenschaftlich ihre Literaturklassen, besucht als gutes Parteimitglied auch die Bauern, um ein politisches Attentat zu verdammen. Doch der Stalinismus schnürt mit der Geheimpolizei NKWD seinen Griff immer enger ums Leben. Da die selbstsichere Frau sich der absurden Logik politischer Verurteilungen widersetzt, ist ihre Verhaftung nur eine Frage der Zeit. In der eisigen Zelle der Untersuchungshaft, wird sie bei höhnischen Verhören, angesichts von Verrat, Lüge und Meineid zu einem blassen Niemand mit einem Rest von unzerstörbarem, eigenem Willen. Halb weinend und lachend begreift Eugenia, dass es kein Todesurteil wurde, sondern nur 10 Jahre Sibirien. Im Güterwagen geht es in den Osten, ein schwer fassbares Grauen beginnt. (Deutschland/Belgien/Frankreich/Polen 2009, Länge: 100 Min., Regie: Marleen Gorris, Darsteller: Emily Watson, Ulrich Tukur, Ian Hart)

Kontakt: Renate Dreesen,1.Vorsitzende, Adam-Schwinn-Str. 49, 64319 Pfungstadt, Tel/Fax 06157/84470 rdreesen@gmx.net www.synagoge-pfungstadt.de Spendenkonto: Sparkasse Darmstadt BLZ 508 501 50 Konto 50003191

13. September 2011

Lieder und Lyrik von Mascha Kaléko mit Alix Dudel

Abgelegt unter: Aktuelles, Links, Presse, Veranstaltungen

dudel_ak-synagoge.jpg10 Jahre Arbeitskreis ehemalige Synagoge Pfungstadt e.V.:

Alix Dudel

und Sebastian Albert:

 

Sozusagen

grundlos

vergnügt

 

Lieder und Lyrik von

      Mascha Kaléko

 

Samstag, 8. Oktober 2011

Beginn: 19.30Uhr

Pfungstadt, Synagoge, Hillgasse 8

 

Eintritt: 15,-/10,-€ ermäßigt

 

Kontakt: Renate Dreesen,1.Vorsitzende, Adam-Schwinn-Str. 49, 64319 Pfungstadt,

Tel/Fax 06157/84470   rdreesen@gmx.net

www.synagoge-pfungstadt.de

 

 

 

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10 Jahre Arbeitskreis ehemalige Synagoge Pfungstadt e.V.

Im Oktober vor 10 Jahren wurde der Arbeitskreis ehemalige Synagoge in Pfungstadt gegründet. In diesen Jahren wurde durch ein vielfältiges Programm an ausgelöschtes Leben in Pfungstadt erinnert, zuletzt durch die Verlegung der ersten 26 Stolpersteine in Pfungstadt. Ausstellungen, Lesungen, Vorträge haben das kulturelle Leben der Stadt bereichert und die Synagoge weit über Pfungstadt hinaus bekannt gemacht. Konzerte, Exkursionen haben guten Zuspruch erfahren.

Die Gedenkveranstaltungen und Zeitzeugengespräche haben großen Raum eingenommen. Aber es ging nicht nur darum, an die Zeit des Nationalsozialismus zu erinnern, sondern auch auf vielfältige Weise jüdischen Leben und jüdische Kultur zu vermitteln.

 

Zum 10jährigen Bestehen unsres Arbeitskreises:

 

Alix Dudel und Sebastian Albert:

 

Sozusagen grundlos vergnügt

 

Lieder und Lyrik von Mascha Kaléko

Samstag, 8. Oktober 2011

Beginn: 19.30Uhr

Pfungstadt, Synagoge, Hillgasse 8

 

Eintritt: 15,-/10,-€ ermäßigt

 

 

 

Mascha Kaléko

Alix Dudel singt, liest und spricht Mascha Kaléko

Kompositionen: Herbert Baumann

mit Alix Dudel, Nora Doerries, Sebastian Albert (Gitarre)

2 mal 43 Minuten

 

Die Dichterin Mascha Kaléko wurde 1907 in Galizien geboren und

kam 1918 mit ihren Eltern nach Berlin, wo sie bis 1938 lebte und schrieb.

Schon früh begann sie, ihre Eindrücke der Großstadt, der Menschen und

ihrer Gefühle in Gedichtform aufzuschreiben. In den 1920er Jahren wurden

ihre Verse zunächst in verschiedenen Zeitungen publiziert. 1933 erschien

ihr erster Gedichtband “Das lyrische Stenogrammheft” bei Rowohlt.

Die politischen Verhältnisse zwangen sie 1938 mit ihrem zweiten

Mann Chemjo Vinaver und ihrem Sohn Evjatar (Steven) zur Emigration

nach Amerika. Ende 1959 folgte sie ihrem Mann nach Israel.

1975 starb sie in Zürich.

 

Alix Dudel zeichnet durch die Worte Mascha Kalékos ein Bild ihrer Zeit

und der Verhältnisse, in denen sie lebte und schrieb. Die junge Mascha

Kaléko durchlebt Höhen und Tiefen verwirrender Liebesbeziehungen, und

ihre Verse bestechen durch Klarheit und Leichtigkeit der oft schmerzvollen

Erfahrungen. Sie lehrt uns, dass es keinen Abschied ohne Hoffnung gibt und

dass in fast jeder Lebenslage ein Quäntchen Humor sehr hilfreich sein kann.

Ihre Fähigkeit sich aus schwierigen Lebenssituationen mit Hilfe von Kreativität

und unglaublicher Kraft zu befreien ist beeindruckend.

 

Herbert  Baumann wurde 1925 in Berlin geboren und studierte am

Internationalen Musikinstitut Berlin Komposition bei Paul Höffer und

Boris Blacher. Während seiner Tätigkeit als musikalischer Leiter bedeutender

Bühnen (Deutsches Theater, Schiller-Theater Berlin u.a.) schrieb er die Musik

zu mehr als 500 Bühnenstücken und zu über 40 Fernsehfilmen. Die Vertonungen

der Mascha Kaléko Texte entstanden Anfang der 1990er Jahre.

Mit Sebastian Albert hat Alix Dudel einen exquisiten Gitarristen an ihrer

Seite, der filigran und einfühlsam den Boden bereitet, auf dem sich die

Worte Mascha Kalékos entfalten können. Mit ihrer Präsenz und Ausdruckskraft

ist Nora Doerries (Schauspielerin) eine wunderbare Bereicherung für dieses

Programm.

 

 

 

 

Hier eine Auswahl der bisherigen Veranstaltungen:

 

Zeitzeugengespräche

Ruth David, Dr. Max. Mannheimer, Arek Hersch,

Philipp Benz, Guy Stern,  Peter Gingold

 

Ausstellungen

X-ODUS mit R. Fränkel und N. Morris

„Landschaften und Menschen in Israel“ mit Ruth Patt und I. Gabriely

„Die Zirkusreiterin, der Clown und ihr Retter“ Cirkus Lorch aus Eschollbrücken

„Juden in Pfungstadt“

John Elsas – Zeichnungen und Collagen

 Ausstellung Arnim Ziemann aus Pfungstadt

Lesungen

Esther Dischereit,  Hilde Domin, Eli Amir, Moritz Neumann, Rafael  Seligmann    Charlotte Asendorf liest Heinrich Heine , Else Lasker-Schüler und Gertrud Colmar,

Das Leben der Eugenia Ginsburg mit ihrer Tochter Antonia  Axenova, eine

 deutsch-russische Lesung

Vorträge

Thema Bücherverbrennung mit Th. B. Schuhmann

      „Meschugge, Zores und Schlamassel“ v. Ullrich

       Itzhak Ziemann,  Hannes Heer, Dr. Axel Ulrich

       B. Zeitzinger über die Bukowina

       Eldat Stobinsky, Jüdische Gegenwartsliteratur

       Dr. Elisabeth Krimmel: Karl Freund

 

Konzerte

      Irith Gabriely und Colalaila, Jugend musiziert, Chor der Jüdischen Gemeinde in Darmstadt

Theater

    Matthias Klösel mit „Ein ganz gewöhnlicher Jude“

 

Exkursionen

     KZ Struthof im Elsass, KZ Osthofen,

     Stadtrundgang in Darmstadt,

     Synagoge in Darmstadt,

     Speyer und Worms, Mannheim und Heidelberg

     KZ Walldorf in Mörfelden-Walldorf,

     Der jüdische Friedhof in Alsbach

 Jüdische Stätten - Exkursion Odenwald

     Der jüdische Friedhof in Darmstadt

     KZ Mannheim u. Dokumentationszentrum Sinti und

     Roma in Heidelberg

     Wiesbaden und Mainz

     u.v.m.

Darmstädter Echo 05. Oktober 2011  | beg

PFUNGSTADT

Der Blick geht auch nach vorn

Alte Synagoge: Konzerte, Lesungen, Exkursionen und Zeitzeugengespräche: Der Pfungstädter Kulturverein besteht seit zehn Jahren – Ein Konzert zum Jubiläum

 

 

 

 

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Renate Dreesen ist die Vorsitzende des Vereins „Arbeitskreis ehemalige Synagoge Pfungstadt“. Unser Bild zeigt sie unter der Sternendecke des Kulturdenkmals. Archivfoto: Günther Jockel


Als vor zehn Jahren die Sanierungsarbeiten in der ehemaligen Synagoge Pfungstadt beendet waren, gründete sich der Verein „Arbeitskreis ehemalige Synagoge Pfungstadt“, um dem neu gestalteten Kulturhaus ein Gesicht zu geben. „Wir wollen an jüdisches Leben erinnern, das hier ausgelöscht wurde und jüdische Kultur vermitteln“, sagt Renate Dreesen, Initiatorin und Mitbegründerin des Arbeitskreises sowie Vorsitzende des Vereins.Die Mitgliederzahl ist von ursprünglich zwanzig auf vierzig angestiegen, die Finanzierung läuft ausschließlich über die Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen und Spendengeldern. „Das ist nicht viel, aber dank unseres tollen Teams macht die Arbeit Spaß, und die Kooperation klappt im Vorstand und im Verein wunderbar.“

Termin

 

Rund zwölf Veranstaltungen gibt es im Kulturhaus pro Jahr – Konzerte, Lesungen, Exkursionen und – ganz wichtig: Zeitzeugengespräche. Dreesen kennt viele Gäste persönlich, sie kommen immer wieder, um über ihr Schicksal zu berichten. Ein jüngst beendetes Projekt war die Verlegung von Stolpersteinen: Wer heute durch Pfungstadt läuft, wird daran erinnert, dass es hier einmal eine kleine, lebendige jüdische Gemeinde gegeben hat. In Haus Nummer 54 der Kirchstraße lebten beispielsweise die Schwestern Mina Rothschild und Jenny Jeidel. 1942 wurden sie von den Nazis ins polnische Piaski deportiert und im Vernichtungslager Belzec ermordet.

Der Verlegung der Stolpersteine hat der Stadtrat seinerzeit zugestimmt. Im Übrigen laufe die Zusammenarbeit mit Stadt und Kirchengemeinden aber auch nach zehn Jahren erfolgreicher Vereinsarbeit nicht reibungslos, bedauert Dreesen. Es habe bisher keine finanzielle Unterstützung gegeben, und auch die Kommunikation sei oft nicht zufriedenstellend. „Dabei sind wir außerhalb Pfungstadts sehr gut vernetzt.“

Renate Dreesen, Pfungstädterin und Lehrerin für Deutsch und Politik in Darmstadt, engagiert sich weit über die Vereinsaktivitäten hinaus für jüdisches Leben. So ist es wohl auch nicht ungewöhnlich, dass an einem Nachmittag unter der Woche vier Weiterstädter Schülerinnen in die Synagoge kommen, die sich gerade mit dem Nationalsozialismus beschäftigen. Sehr anschaulich erklärt Dreesen den Mädchen, wie die Synagoge mit dem wieder hergestellten kobaltblauen Tonnengewölbe und den gelben Sternen einmal ausgesehen hat und wie jüdische Gottesdienste heute abgehalten werden. In Darmstadt möchten die vier einmal einen Gottesdienst besuchen, Dreesen bietet ihnen an, sie zu begleiten. Denn genau darum gehe es: So wichtig Erinnerungskultur und Geschichtsaufarbeitung auch sind, will der kleine Verein nicht nur zeigen, was einmal war, sondern auch der gegenwärtigen jüdischen Kultur Raum geben. Seine Mitglieder sorgen mit großem Engagement dafür.

 

 

 

Der Verein feiert das Jubiläum am Samstag (8.): Alix Dudel 
und Sebastian Albert präsentieren in der ehemaligen Synagoge Pfungstadt (Hillgasse 8) 
Lieder und Lyrik von Mascha Kaléko. Beginn ist um 19.30 Uhr.

 

 

11. September 2011

Tag des offenen Denkmals 2011

Abgelegt unter: Aktuelles

Ungefähr 60 Personen kamen am Tag des offenen Denkmals in die Synagoge….p1000645.jpg p1000654.jpg p1000655.jpg p1000656.jpgp1000657.jpg p1000659.jpg p1000663.jpg

19. Juli 2011

Gedenkveranstaltung am Güterbahnhof

Abgelegt unter: Aktuelles


INITIATIVE „GEDENKORT GÜTERBAHNHOF DARMSTADT

 Träger: Arbeitskreis ehemalige Synagoge Pfungstadt e.V. –Darmstädter Geschichtswerkstatt e.V. -  Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Darmstadt – GEW Stadtverband Darmstadt – Vereinigung der Verfolgten des Naziregime - Bund der Antifaschisten Starkenburg - einzelne Persönlichkeiten

 

 

Wissenschaftsstadt Darmstadt

Gedenkveranstaltung

zur Erinnerung an die 1942/1943 aus Darmstadt deportierten

Juden und Sinti

 

Sonntag, 25. September 2011  

Beginn: 11.00 Uhr

am Güterbahnhof Darmstadt,   

Kirschenallee/Ecke Bismarckstraße

 

Programm:

 

Ø  Begrüßung: Peter Schmidt, Sprecher der Initiative

 

Ø  Grußwort: Brigitte Lindscheid für die Stadt Darmstadt

 

Ø  Musik: Neele Amelung Saxophonsolo

 

Ø  Monika Kanzler-Sackreuther für das Bündnis gegen Rechts

 

Ø  Musik: Klarinettentrio Liza Keller, Carolin Rott, Vanessa Spörl

 

Ø  Renate Dreesen zur Arbeit der Initiative: Die Jüdische Schule Massada

 

Ø  Musik: Neele Amelung Saxophonsolo

 

Ø  Schüler der Heinrich-Emanuel-Merck-Schule: Gedichte von Alexander Haas

 

Ø  Dr. Elisabeth Krimmel: Alexander Haas – Leben und Wirken

 

Ø  Schüler der Heinrich-Emanuel-Merck-Schule: Gedichte von Alexander Haas

 

Ø  Musik: Klarinettentrio Liza Keller, Carolin Rott, Vanessa Spörl

 

www.denkzeichen-gueterbahnhof.de

 

Kontakt:

Renate Dreesen, Adam-Schwinn-Str. 49, 64319 Pfungstadt, 06157/84470, rdreesen@gmx.net

Peter Schmidt, Lauteschlägerstr. 19 64289 Darmstadt, Tel 06151/74543, c.p.schmidt@arcor.de

 

Spendenkonto des Arbeitskreises ehemalige Synagoge Pfungstadt e. V.:

Stichwort „Initiative Güterbahnhof“, Sparkasse Darmstadt, Konto 50003310 - BLZ 508 501 50  

 

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Von Gräueln und Wundern

Geschichte  Erinnerung an die aus Darmstadt deportierten Juden und Sinti am Denkzeichen Güterbahnhof – Brigitte Lindscheid verspricht der Initiative die Unterstützung der Stadt

„Am helllichten Tage wurden Frauen, Kinder, Kranke und Greise durch die Straßen getrieben“, sagt die Umweltdezernentin Brigitte Lindscheid, „von Juristen, Beamten, Polizisten aus der braunen Hochburg Hessens.“ Am Sonntagvormittag vertritt sie am Denkzeichen Güterbahnhof bei der jährlichen Gedenkveranstaltung für die deportierten Juden und Sinti aus Darmstadt den Oberbürgermeister, der auf einer Dienstreise ist. In seinem Namen verspricht sie der Initiative „Gedenkort Güterbahnhof“, dass diese auch künftig mit der Unterstützung der Stadt rechnen kann.
Denkzeichen braucht
Unterstützung
Dies wird wohl nötig sein, denn das Denkzeichen wurde zwischenzeitlich beschädigt. Die Künstler entschieden (auch wegen der hohen Kosten), es nicht restaurieren zu lassen, da es dem Vandalismus erfolgreich standgehalten habe. „Nun ist aber Wasser hineingelaufen“, wie der Sprecher der Initiative Peter Schmidt klagt, „jetzt muss doch etwas geschehen.“ 
Die Initiative „Gedenkort Güterbahnhof“ will die Erinnerung an die Deportationsstätte der Darmstädter Juden und Sinti wachhalten. Seit 1996veranstaltete sie jeweils am letzten Septembersonntag einen Marsch von der Justus-Liebig-Schule, wo die Deportierten gesammelt wurden, durch die Landwehrstraße und die Kirschenallee zum ehemaligen Güterbahnhof. Als abzusehen war, dass die Abfahrtstation demontiert wurde, entschloss sich der Verein zu einem Denkzeichen an der Kirschenallee/Ecke Bismarckstraße, das 2004 eingeweiht wurde. Seither trifft man sich hier zur Gedenkveranstaltung – und jedes Jahr kommen mehr Zuhörer.
Den musikalischen Rahmen bieten diesmal Neele Amelung am Saxofon sowie die drei Klarinettistinnen Liza Keller, Carolin Rott und Vanessa Spörl. Die vier Mädchen sind Schülerinnen von Irith Gabriely und betonen in den gewählten Stücken meisterhaft die besinnliche Atmosphäre des Ortes.
Renate Dreesen spricht über die Darmstädter Berufsschule Massada, benannt nach einer ehemaligen jüdischen Festung am Südwestende des Toten Meeres. Von 1947 an wurden am Steubenplatz, wo heute das Sozialgericht steht, zehn Monate lang 45 Überlebende des Holocaust als Handwerker für Israel ausgebildet. Darüber berichtet auch eine Ausstellung, die derzeit in der Edith-Stein-Schule zu sehen ist.
Alexander Haas war 
ein echter Heiner
Mit Alexander Haas hat sich die Kunsthistorikerin Elisabeth Krimmel beschäftigt. Er wurde 1906 in der Ochsengasse als Sohn einer der ältesten jüdischen Familien in Darmstadt geboren. Als der Vater früh starb, übernahm er das elterliche Möbelgeschäft und heiratete die christliche LuiseBaßler. 1933 erhielt er Hausverbot im eigenen Laden. Seine Mutter starb in Theresienstadt und er selbst kam nach Buchenwald. Als er wie durch ein Wunder 1945 gesund in seine Heimatstadt zurückkam, war das elterliche Haus zerstört und Luise Haas hielt sich und ihre drei Töchter mit Näharbeiten über Wasser.
Alexander Haas war ein echter Heiner und hatte seit seiner Jugend Novellen und Gedichte geschrieben. Die Zuhörer lauschen ergriffen, als einige Schüler der Heinrich-Emmanuel-Merck-Schule während der Gedenkfeier Texte von ihm vortragen. Nach dem Krieg kümmerte er sich um den Aufbau der Jüdischen Gemeinde und war Mitbegründer der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Im Mai 1980 starb er. Er hinterließ mehr als viertausend Bücher, die den Grundbestand der nach ihm benannten Bibliothek bilden.mandQuelle: Darmstädter Echo  26.09.2011

 

14. Juli 2011

Exkursion nach Mainz und Wiesbaden

Abgelegt unter: Aktuelles

    Arbeitskreis ehemalige Synagoge Pfungstadt e.V.

Auerbacher Synagogenverein

Zwingenberger Synagogenverein

 

Exkursion:

Denkzeichen:

Die neue Synagoge in Mainz

Jüdische Spuren in Wiesbaden

 

Sonntag , 21.8.2011

 

 Abfahrt:   Auerbach:                            10.00 Uhr

Zwingenberg Sparkasse: 10.15 Uhr

Pfungstadt Stadthaus:      10.30 Uhr

Programm:

 

·      11.30 Uhr          Die neue Synagoge in Mainz

·      13.00 Uhr          Mittagessen

·      14.30  Uhr         KZ Gedenkstätte Unter den Eichen

·      15.10 Uhr          Gedenkstätte für die ermordeten

Juden

·      15.50 Uhr          Gedenkstätte Schlachthoframpe

·      16.30 Uhr          Aktives Museum Spiegelgasse

·      gegen 18.00 Uhr     Rückfahrt

 

Anmeldung ist erforderlich – Kosten 15,-€

 

Kontakt: Renate Dreesen, 1. Vorsitzende, Adam-Schwinn-Str.49, 64319 Pfungstadt

www.synagoge-pfungstadt.de 

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13. Juli 2011

„Mitten im Sturm“ im Saalbaukino in Pfungstadt

Abgelegt unter: Aktuelles

Arbeitskreis ehemalige Synagoge Pfungstadt e.V.
„Mitten im Sturm“
Antonia Axenova

Saalbaukino in Pfungstadt

25. November 2011 um 19.00 Uhr

Am Freitag, 25. November 2011 um 19 Uhr wird das Saalbaukino in Pfungstadt im Anschluss an die Vorstellung von „Mitten im Sturm“, die Schauspielerin Antonia Axenova begrüßen. Übersetzung: Inga Walther

Antonia Axenova ist die Adoptivtochter der sowjetischen Historikerin und Schriftstellerin Jewgenija Ginsburg. Beide lernten sich während Ginsburgs zehnjähriger Zwangshaft im sibirischen Gulag kennen. Jewgenija Ginsburgs Memoiren wurden von Marleen Gorris unter dem Titel „Mitten im Sturm“ verfilmt und geben uns nun die Möglichkeit, diese eindrucksvolle und tief berührende Geschichte endlich auf der Leinwand zu sehen. Wir freuen uns auf die Begegnung mit einer Zeugin dieser Geschichte!

1937 erfüllen begeisterte Hymnen auf Russland die Hörsäle der Universität von Kasan. Eugenia Ginzburg leitet energisch und leidenschaftlich ihre Literaturklassen, besucht als gutes Parteimitglied auch die Bauern, um ein politisches Attentat zu verdammen. Doch der Stalinismus schnürt mit der Geheimpolizei NKWD seinen Griff immer enger ums Leben. Da die selbstsichere Frau sich der absurden Logik politischer Verurteilungen widersetzt, ist ihre Verhaftung nur eine Frage der Zeit. In der eisigen Zelle der Untersuchungshaft, wird sie bei höhnischen Verhören, angesichts von Verrat, Lüge und Meineid zu einem blassen Niemand mit einem Rest von unzerstörbarem, eigenem Willen. Halb weinend und lachend begreift Eugenia, dass es kein Todesurteil wurde, sondern nur 10 Jahre Sibirien. Im Güterwagen geht es in den Osten, ein schwer fassbares Grauen beginnt.
(Deutschland/Belgien/Frankreich/Polen 2009, Länge: 100 Min., Regie: Marleen Gorris, Darsteller: Emily Watson, Ulrich Tukur, Ian Hart)

Kontakt: Renate Dreesen,1.Vorsitzende, Adam-Schwinn-Str. 49, 64319 Pfungstadt,
Tel/Fax 06157/84470 rdreesen@gmx.net www.synagoge-pfungstadt.de
Spendenkonto: Sparkasse Darmstadt BLZ 508 501 50 Konto 50003191

20. Mai 2011

Stolpersteine in Pfungstadt und Eschollbrücken

Abgelegt unter: Aktuelles, Stolpersteine

 

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Hinweis:

Wir haben ein Heft mit den Biografien erstellt,

das Sie für 3,-€ bei uns erhalten können:

Renate Dreesen, 061657/84470

oder als pdf anfordern können: rdreesen@gmx.net 

 

 

03. Juni 2011  | ste

In Pfungstadt schließt sich ein Kreis

Erinnerung: Stolpersteine weisen auf Schicksale jüdischer Familien hin

PFUNGSTADT

Stolpersteine hat Gunter Demnig in Pfungstadt verlegt. Sie erinnern an Schicksale jüdischer Familien. Foto: Günther Jockel„Die Stolpersteine sind ein gutes Zeichen gegen das Vergessen“, erklärt Anita Örterer. Die Pfungstädterin hat die Patenschaft für einen solchen Stolperstein übernommen, mit denen vor den Anwesen in der Kernstadt und im Stadtteil Eschollbrücken an die früheren jüdischen Besitzer und Bewohner erinnert wird, die während der Judenverfolgung in der Nazi-Zeit deportiert wurden, ums Leben gekommen oder in den Suizid getrieben worden waren.Die Initiative zu dieser Aktion mit dem Kölner Künstler Gunter Demnig hatte der Arbeitskreis ehemalige Synagoge ergriffen. „Die Idee kam uns schon vor fünf Jahren“, erläutert die Vorsitzende des Arbeitskreises, Renate Dreesen. Insgesamt 26 Stolpersteine mit der Oberfläche aus Messing hat Demnig in seinem Kombi nach Pfungstadt gebracht.Am Mittwochmorgen beginnt er mit der Verlegung in der Kirchstraße 54, wo die Steine an die Schwestern Mina Rothschild und Jenny Jeidel erinnern. Sie wurden im März 1942 zusammen mit Verwandten nach Piaski gebracht und ermordet. Ihren Lebenslauf las Anita Örterer vor, während Gunter Demnig die beiden Steine setzte.Vereinsmitglieder, ehemalige Nachbarn, etliche der Paten und zeitweise auch Schulklassen begleiten die Aktion, mit der auf den Bürgersteigen nicht nur in der Kirchstraße, sondern auch in der Eberstädter Straße, der Borngasse und der Mittelgasse an die jüdischen Familien Lerer, Rothschild, Herz, Levi und Zuckermann gedacht wird. „In Pfungstadt gab es nur eine kleine jüdische Gemeinde, deren Mitglieder entweder noch aus Deutschland fliehen konnten oder von den Nazis ermordet wurden. Ihre Synagoge erinnert heute noch an sie. Mit den Steinen vor ihren früheren Wohnhäusern schließt sich jetzt ein Kreis“, stellt Anita Örterer fest.Eine besondere Situation stellt am Nachmittag die Verlegung in Eschollbrücken dar. Hier wird vor dem Haus Pfungstädter Straße 17 an die fünf Mitglieder der Artistenfamilie Lorch erinnert. Rudolf, Arthur, Eugen und Sessie Lorch wurden 1940 und 1943 deportiert und in Auschwitz ermordet. Julius Lorch starb in Belgien.Die berühmte Zirkusfamilie lebte seit 150 Jahren in Eschollbrücken, das für sie und ihre Tiere das Winterquartier war. Ein Teil der Familie überlebte die Nazizeit, weil sie im Zirkus Althoff vor den Nazis versteckt wurde und kehrte nach Eschollbrücken zurück.Irene Bento ist hier vor vier Jahren gestorben. Ihr Mann Peter Bento lebt mit den Kindern noch heute im Haus der Familie. „Es ist sehr selten, dass Stolpersteine vor einem Haus gelegt werden, in dem die Nachkommen heute noch wohnen“, stellt Renate Dreesen fest.Am Abend stellt Gunter Demnig sein Projekt in der ehemaligen Synagoge vor. Er hat 1990 damit begonnen und 1992 in Köln den ersten Stolperstein verlegt. Inzwischen hat er mehr als 22 000 Stück in Deutschland und vielen europäischen Ländern verlegt und damit weltweit das größte dezentrale Mahnmal geschaffen, das nicht ganz unumstritten ist.So hat der Zentralrat der Juden in Deutschland eine geteilte Meinung. Auch nicht alle Kommunen stimmten der Verlegung der Steine zu oder forderten ihren Ausbau. In Pfungstadt hat der Magistrat dem Projekt zugestimmt.

 

2. Mai 2011

Mitten im Sturm

Abgelegt unter: Aktuelles, Veranstaltungen, Vorträge

„Mitten im Sturm“ – Antonia Axenova zu Gast im rexFilmGesprächSehr geehrte Damen und Herren,am Montag, den 16. Mai um 18 Uhr wird das programmkinorex, im Anschluss an die Vorstellung von „Mitten im Sturm“, die Schauspielerin Antonia Axenova als Gast im rexFilmGespräch begrüßen. Axenova ist die Adoptivtochter der sowjetischen Historikerin und Schriftstellerin Jewgenija Ginsburg. Beide lernten sich während Ginsburgs zehnjähriger Zwangshaft im sibirischen Gulag kennen. Jewgenija Ginsburgs Memoiren wurden von Marleen Gorris unter dem Titel „Mitten im Sturm“ verfilmt und geben uns nun die Möglichkeit, diese eindrucksvolle und tief berührende Geschichte endlich auf der Leinwand zu sehen. Wir freuen uns auf die Begegnung mit einer Zeugin dieser Geschichte! Vermittelt hat den Kontakt die Pädagogin Renate Dreesen, die u.a. im Arbeitskreis ehemalige Synagoge Pfungstadt e.V. engagiert ist und die Veranstaltung auch moderieren wird.1937 erfüllen begeisterte Hymnen auf Russland die Hörsäle der Universität von Kasan. Eugenia Ginzburg leitet energisch und leidenschaftlich ihre Literaturklassen, besucht als gutes Parteimitglied auch die Bauern, um ein politisches Attentat zu verdammen. Doch der Stalinismus schnürt mit der Geheimpolizei NKWD seinen Griff immer enger ums Leben. Da die selbstsichere Frau sich der absurden Logik politischer Verurteilungen widersetzt, ist ihre Verhaftung nur eine Frage der Zeit. In der eisigen Zelle der Untersuchungshaft, wird sie bei höhnischen Verhören, angesichts von Verrat, Lüge und Meineid zu einem blassen Niemand mit einem Rest von unzerstörbarem, eigenem Willen. Halb weinend und lachend begreift Eugenia, dass es kein Todesurteil wurde, sondern nur 10 Jahre Sibirien. Im Güterwagen geht es in den Osten, ein schwer fassbares Grauen beginnt.(Deutschland/Belgien/Frankreich/Polen 2009, Länge: 100 Min., Regie: Marleen Gorris, Darsteller: Emily Watson, Ulrich Tukur, Ian Hart)Wir würden uns freuen, wenn Sie Ihre Leser und Hörer über unsere Veranstaltung informieren und laden auch Sie persönlich herzlich in unser Kino ein. Für Fragen und Ideen stehen wir Ihnen im Vorfeld jederzeit zur Verfügung.Ihr rexKinoteam16. Mai 2011 | eFilmgespräch im RexKino: „Mitten im Sturm“: Antonia Axenova über ihre Adoptivmutter Jewgenija GinsburgDARMSTADT.Emily Watson spielt im Kino Jewgenija Ginzburg. Deren Adoptivtochter Antonia Axenova kommt zum Filmgespräch ins Rex. Foto: dpaIn ihrem Film „Mitten im Sturm“ erzählt Marlen Gorris die Geschichte der Historikerin und Schriftstellerin Jewgenija Ginsburg, die während ihrer Zwangshaft im sibirischen Gulag während der Stalinzeit ihre spätere Adoptivtochter Antonia Axenova kennenlernt. Biografische Details aus erster Hand verspricht das Filmgespräch im Darmstädter Rex-Kino heute (16.): Im Anschluss an die 18-Uhr-Vorstellung des Films gibt Antonia Axenova Auskunft, Renate Dreesen vom Pfungstädter Synagogenverein moderiert die Veranstaltung.

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