Konzert Sonia Rutstein

Musikalische Botschafterin für die Menschlichkeit

SONiA disappear fear zu Gast in der Ehemaligen Synagoge in Pfungstadt/ Kooperation mit Thomas Waldherrs Americana-Reihe

Auf ein besonderes Gastspiel am Donnerstag, 23. April, freut sich der Arbeitskreis ehemalige Synagoge Pfungstadt. Dann wird nämlich die US-Singer-Songwriterin SONiA disappear fear ab 20 Ihr ein Konzert im Kulturhaus Ehemalige Synagoge, Hillgasse 8, geben. Karten kann man im Vorverkauf bei der Arbeitskreisvorsitzenden Renate Dressen, unter der E-Mail-Adresse rdreesen@gmx.de erwerben. Die Karten kosten 15 Euro, ermäßigt 10 Euro.
Die queere, jüdische Künstlerin wird geschätzt für eingängige Folk-Rock-Melodien und eine temperamentvolle, energiegeladene Performance, in ihren Liedern wendet sie sich gegen Homophobie, Rassismus und Gewalt und für Frieden und Völkerverständigung. In Pfungstadt wird sie eigene Songs, traditionelle Folksongs und bekannte Lieder von Künstlern wie Leonard Cohen, John Lennon, Phil Ochs oder Bob Dylan vortragen.
Das Konzert ist eine Kooperationsveranstaltung mit der Darmstädter Americana-Reihe von Thomas Waldherr. „Wir freuen uns sehr über diese Kooperation, die uns ein Konzert einer ganz besonderen Künstlerin ermöglicht, die eine musikalische Botschafterin der Menschlichkeit ist und damit bestens zu unserem Selbstverständnis passt, Vorurteile gegenüber Minderheiten und Menschen anderer Nationalitäten oder anderer Religionen abzubauen und Toleranz und Völkerverständigung zu fördern“, erklärt Renate Dreesen.
„Das Konzert in der ehemaligen Synagoge Pfungstadt wird SONiA disappear fear zurück zu ihren eigenen jüdischen Wurzeln führen. Wir können uns auf ein stimmungsvolles Konzert einer Künstlerin freuen, die in ihren Songs alle Facetten des menschlichen Lebens berührt: Von der Liebe und der Lebensfreude bis hin zum Widerstand gegen Unrecht und dem Kampf für die Menschlichkeit“, ergänzt Thomas Waldherr.
SONIA disappear feat, bürgerlich Sonia Rutstein, ist die Cousine von Bob Dylan – ihre gemeinsame Tante Harriet Rutstein lehrte den jungen Bobby Zimmerman das Klavierspiel – und verehrt den Künstler und seine Musik sehr (ein Dylan-Cover ist meistens im Gepäck), musikalisch beeinflusst hat sie aber vor allem Dylans Zeitgenosse Phil Ochs.
Ihr ist humanitäres und gesellschaftliches Engagement sehr wichtig. Sie engagiert sich seit langem gegen Rassismus und Homophobie und seit einigen Jahren für die Freilassung von Nudem Durak, einer jungen Frau aus der Türkei, die brutal behandelt und eingesperrt wurde, weil sie auf Kurdisch gesungen hatte. Und in diesen Tagen engagiert sich SONiA disappear fear natürlich auch für Frieden und Freiheit für die Ukraine, gegen Terror und Krieg im Nahen Osten und beteiligt sich an den Demonstrationen gegen den Umbau der US-Gesellschaft durch die Trump-Regierung. 
 

Der Weg in die NS-Diktatur in Pfungstadt: Täter – Opfer – Mitläufer und Widerstand

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Die Veranstaltung zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust beschäftigt sich in diesem Jahr nicht nur mit der Befreiung von Auschwitz, sondern stellt klar, dass der Holocaust nicht in Auschwitz begonnen hat.

Begonnen hat er schon vor 1933, wie die Arbeit von Arns deutlich zeigt, auch in Pfungstadt. Es hat damit begonnen, dass die Nazis immer mehr Zustimmung bekommen haben, Ausgrenzung und Antisemitismus, die Verfolgung der Gegner immer breiteren Boden gewann.

Im Zusammenhang mit der Vorstellung der Arbeit von David E. Arns bekamen wir die Mitgliedslisten der NSDAP und der SA. Kaum ein bekannter Name aus Pfungstadt fehlt.
Fast alle haben mitgemacht, wenige Widerstand geleistet.

Wenn wir uns ernsthaft mit der NS-Geschichte beschäftigen wollen, wie wir immer wieder in den Gedenkveranstaltungen versichern, sollten wir uns auch mit der Geschichte unserer eigenen Familie beschäftigen.

Auch das wird ein Thema des Gedenkens in diesem Jahr sein.

Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von Barbara Will.

Dienstag, 27.1.2026 – Beginn 18.00Uhr
Synagoge Pfungstadt, Hillgasse 8